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Leser-Stimmen zu
"Speckseites Ostseefahrt"

Die Links beziehen sich teilweise noch auf die älteren Ausgaben vom Wolfgang Butt bzw. Heine Verlag. Die neue Ausgabe verwendet die gleiche Übersetzung, allerdings mit »Anführungszeichen«.

berlicum:

Ein wirklich witziges Buch mit klassisch nordeuropäischen Humor. Die einzelnen Charaktere der sechs Besatzungsmitglieder der "Fohlen" sind unübertrefflich dargestellt und die Handelsfahrt wird zu einer historischen Reise durch die Ostsee der Wikingerzeit."

langbogner,:

Speckseite und seine Freunde sind das Wikinger-Gegenstück zu Röde Orm und seinen Gefährten. Sie sind der Meinung, daß das Lebensende von selber kommt, ohne daß man da nachhelfen muß, und ziehen deshalb den Handel riskanten Raubzügen vor. Aus windigen Situationen reden sie sich lieber heraus, bevor sie Schwerter oder ähnliches Werkzeug benutzen. Das Buch ist voll von schlitzohrigem Humor. Äußerst empfehlensweret!

Nach Jahren endlich wieder aufgelegt!

wcurrlin:

Die skurilen Helden in diesem heiteren Abenteuerroman aus der Wikingerzeit reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, keineswegs mit der Weisheit und dem Heroismus, wie wir sie aus den Sagas und Heldenliedern kennen. Es sind sympathische, dem Wohlleben fröhnende Wikinger, die mit Witz uind trockenem Humor von ihren alljährlichen Handelsreisen und Raubzügen erzählen. Aber wenn Sigvald Gudmundsen, wegen seiner Leibesfülle heimlich "Speckseite" genannt, in See sticht, dann überschlagen sich die Ereignisse.

nv-navigator 02-2004:

Speckseite, der Romanheld, ist ein etwas behäbiger und bequemer Wikinger, der Kämpfen am liebsten aus dem Weg geht, weil sie schlecht für`s Geschäft sind. Das Leben an der Küste ist hart, und man versucht, sich durchzuschlagen. Im Winter bei den Frauen am Herd und im Sommer gehts auf Fahrt. Ein durchaus lesenswertes und spannendes Buch für die Regentage im Hafen, das eine ganz andere Seite unserer Vorfahren beleuchtet.

s. Leseprobe 2

midgard-forum

Beschreibt auf eine herrlich amüsante und doch nicht unernste Art episodisch das Leben als Händler auf der Ostsee und die Begegnungen mit den Bewohnern der Anrainerstaaten. - Ist wohl nur antiquarisch zu erhalten. Extrem gut nachspielbar für waelische Abenteurer.

parsimony

Wirklich sehr amüsant zu lesen

edlbauer:

Kleine Wikinger

Historische Romane sind nun schon Jahre in Mode. Fast jede Buchhandlung besitzt ein eigenes Regal für die Geschichtsschmöker. Doch je mehr produziert wird, desto mehr Mist ist darunter. Bei Wikinger-Romanen heißt es besonder vorsichtig sein. Frans G. Bengtssons Röde Orm macht es für andere Autoren so schwer, originell zu sein, wie der Herr der Ringe als Maßstab für jegliche Fantasy-Literatur.

Keine Ahnung, warum ich mir dieses Buch von Thomsen dennoch (noch dazu unbesehen, bei Amazon) gekauft habe. Aber es gibt nichts zu klagen.

Während Röde Orm erkennbar in der Tradition der Helden isländischer Sagas steht, dreht ihnen Speckseite den Hintern zu. Sigvald Gudmundsen, genannt Speckseite, ist kein großer Kämpfer - und schlimmer, er wird von seiner Sklavin (und Geliebten) Wanka bevormundet. Kampf spielt im Leben Sigvalds und seiner Mannschaft keine Rolle - sie reden sich lieber aus der Gefahr; sie sind Händler und Diplomaten.

Speckseites Schiff "Fohlen" und die Mannschaft sind klein - klein wie eine Rollenspiel-Gruppe. Schonen-Glippe, Heilig-Asmund, Gunner Flachhorn, Sote Zweifinger, das macht gerade fünf Mann an Bord, alle liebevoll gezeichnet, gewöhnliche Kaufleute statt reiche Saga-Helden. Jeder hat etwas Besonderes: Heilig-Asmund ist etwa der einzige Christ, Gunner war schon einmal auf Plünderfahrt. Die alten Freunde müssen sich erneut zusammenraufen, während Ostseewellen ins Boot schwappen.

Thomsen erzählt episodisch, aber die Mannschaft entwickelt sich. Da einige Ziele der Reise von Beginn an feststehen (Sigvald sucht Wankas Familie in Kurland und den Handelsstützpunkt Bulk, wo er eine wertvolle Statue stehlen will), wirkt der Roman geschlossen.

Thomsens Erzähltechnik entspricht eher dem 18. Jahrhundert als dem 19. - der Roman stammt aus dem 20. Damit muss man in einem historischen Roman leider leben. Zum Glück mischt sich der Erzähler nicht oft besserwisserisch in die Unterhaltungen der Bootsbesatzung ein. Die Dialoge nämlich sind der beste Grund, das Buch zu lesen.

Die Wikinger reflektieren vorwiegend über Altwerden und Sexualität in einer Gesellschaft, die Jugend, Kraft und Schönheit anbetet. In "Speckseites Ostseefahrt" ist das Christentum als ein möglicher Gegenentwurf erkennbar, der aber keinesfalls postuliert wird. Die Gespräche der Wikinger bleiben diesseitig, witzig und konkret.

Dezember 2001, Florian Edlbauer

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